Pressemitteilung

Bonner Schumannfest 2018
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13
Apr

Pressekonferenz 21. Bonner Schumannfest 2018: Entdeckungsreise durchs musikalische Amerika

Auch wenn das Motto des diesjährigen Bonner Schumannfests (3. bis 16. Juni) „Amerika“ heißt: Es geht nicht im Politik, sondern um Musik. Das Festival erinnert mit seinem Programm an eine wenig bekannte Episode im Leben von Robert und Clara Schumann, für die Amerika für eine kurze Zeit das Sehnsuchtsland ihrer musikalischen Träume war. „Amerika geht mir wieder sehr im Kopf herum“, schrieb Robert Schumann im März 1842 an Clara. Das Schumannfest verbindet in seinen 19 Veranstaltungen diese Erinnerung mit einem Gedenken an Leonard Bernstein, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. „Das Festival“, so versichern seine Macher Markus Schuck und Ulrich Bumann, „wird eine spannende Entdeckungsreise durchs musikalische Amerika“.

Bernstein steht folgerichtig im Mittelpunkt der beiden Eröffnungsveranstaltungen am 3. Juni. Als Kino-Vorpremiere zeigt das Schumannfest noch vor dem Fernsehstart im Rex-Kino um 11 Uhr die Dokumentation „West Side Story – Bernsteins Broadway-Hit“. Produzent, Autor und Regisseur Axel Fuhrmann stellt seine neueste Produktion persönlich vor. Im Eröffnungskonzert im Theater im Ballsaal (19 Uhr) spielt das gerade mit einem Echo Klassik ausgezeichnete Klavierduo Genova & Dimitrov unter anderem Bernsteins Sinfonische Tänze aus der „West Side Story“ und die „Porgy & Bess“-Fantasie von George Gershwin.

Amerikanische Musik steht im Mittelpunkt fast aller Konzerte. So auch beim Orgelabend am 5. Juni um 19 Uhr in der Kreuzbergkirche. Anna-Victoria Baltrusch, Organistin an der Alten Tonhalle-Orgel des Neumünsters Zürich, spielt neben Schumanns Skizzen für Pedalflügel Werke amerikanischer Spätromantiker. Als ausgewiesene Kennerin der amerikanischen Musikszene gilt auch die Bonner Pianistin Jamina Gerl, die unter anderem in Alaska Musik studierte. In ihrem Klavierabend am 12. Juni um 20 Uhr im Theater im Ballsaal stellt sie Kompositionen von Clara Schumann und Mendelssohn amerikanische Werke gegenüber. Einen Überblick über die amerikanische Musikszene gibt zuvor um 19 Uhr der Pianist und Autor Walter Prossnitz.

Für den Auftritt des Monet-Bläserquintetts am 6. Juni um 20 Uhr – unter anderem mit Mozarts „Zauberflöten“-Ouvertüre und Barbers „Summer Music“ – geht das Schumannfest in den wahrscheinlich „amerikanischsten“ Veranstaltungsort, den Bonn zu bieten hat: die Amerikanische Kirche (Stimson Memorial Chapel) in Plittersdorf.  Eine weitere Quintett-Besetzung bestreitet das Kammerkonzert am 15. Juni um 20 Uhr im Theater im Ballsaal: Das kanadische Rolston String Quartet und der deutsche Pianist Florian Glemser spielen Schumanns Klavierquintett Es-Dur. Zuvor stehen Streichquartette von Beethoven und von der amerikanisch-israelischen Komponistin Shulamit Ran auf dem Programm.

Die Geigerin Liv Migdal bringt für ihr Konzert mit Jie Zhang (Klavier) – 13. Juni, 20 Uhr, im Theater im Ballsaal – unter anderem Auszüge aus Gershwin „Porgy & Bess“, arrangiert von Jascha Heifetz, mit. Das traditionelle Konzert zum Geburtstag von Robert Schumann (8. Juni, 20 Uhr, Schumannhaus) ist Sophie Pacini vorbehalten. Die 2017 als „Junge Künstlerin des Jahres“ ausgezeichnete Pianistin spielt Werke von Mendelssohn, Fanny Hensel und von Robert und Clara Schumann. Eine Hommage an Frank Sinatra bietet unter dem Motto „New York, New York“ der Jazz-Abend des Schumannfests mit dem Sänger Daniel Cacija und dem Pianisten Johannes von Ballestrem (14. Juni, 20 Uhr, Haus der Springmaus).

Auch im Jahr 2018 setzt das Schumannfest seine Bemühungen fort, das Lied im Konzertprogramm zu etablieren. Die Pianistin Pauliina Tukiainen, künstlerische Beraterin (Lied) des Festivals, eröffnet den Lied-Reigen am 9. Juni um 20 Uhr im Schumannhaus zusammen mit dem an der Bonner Oper engagierten Tenor David Fischer. Lieder von Schumann, Eisler, Ives und Copland stehen auf dem Programm. Zwei Lied-Duos – Ronan Caillet und Malte Sebastian Schäfer sowie Josy Santos und Victoria Guerrero – sind im Abschlusskonzert am 16. Juni um 20 Uhr im Theater im Ballsaal zu hören, unter anderem mit Liedern von Leonard Bernstein. Neue Möglichkeiten der Lied-Präsentation erkundet das Ensemble Eikona mit einem „Dichter.Liebe!“ betitelten musiktheatralischen Abend am 10. Juni um 19 Uhr im Theater im Ballsaal, Fabio Lesuisse (Gesang), Toni Ming Geiger (Klavier) und Kai Anne Schuhmacher (Regie und Figurenspiel) sind mit dabei.

Wie üblich, gibt das Schumannfest auch dem jungen musikalischen Nachwuchs wieder eine Bühne. Das EMA-Junior-Orchester, das EMA-Sinfonieorchester und der Chor der Klassen 6 bis 8 bestreiten das Orchesterkonzert am 16. Juni um 16 Uhr in der Aula der Bonner Universität. Die jungen Musiker spielen unter anderem Ives’ „Unanswered Question“ und zwei Sätze aus Dvoraks Sinfonie „Aus der neuen Welt“. Wiederbelebt wird in diesem Jahr der Gesangswettbewerb „Zeig was du kannst“, der sich an Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 17 Jahren richtet. Das Finale steht am 16. Juni um 11 Uhr im Theater im Ballsaal an.

Amerika und Leonard Bernstein prägen das Filmprogramm des Festivals, das damit seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Bonner Rex-Kino fortsetzt. Die mit zehn Oscars bedachte Verfilmung von Bernsteins „West Side Story“ wird in der Originalfassung am 7. Juni, 19.30 Uhr, gezeigt. Ebenfalls im Original (mit Untertiteln) ist am 11. Juni um 18 Uhr Elia Kazans „On the Waterfront“ (Die Faust im Nacken) mit Marlon Brando zu sehen, Bernstein schrieb dafür die Filmmusik. Die Musik von Philip Glass gibt dem Experimentalfilm „Koyaanisqatsi“ die besondere Note (4. Juni, 20:30 Uhr). Der vielfach preisgekrönte Dokumentarfilm „First Position –Ballett ist ihr Leben“ (10. Juni, 11 Uhr) begleitet junge Tänzer bei der Vorbereitung auf den Youth America Grand Prix, einen der größten und renommiertesten Ballettwettbewerbe weltweit.

Tickets auf www.bonnticket.de