Mariani Klavierquartett

Philipp Bohnen (Violine) – Barbara Buntrock (Viola) – Peter-Philipp Staemmler (Violoncello) – Gerhard Vielhaber (Klavier)

„Energiegeladene, abwechslungsreiche Interpretationen“ (Südkurier, 07.11.2009)

 

Die Liebe zur Kammermusik brachte die vier erfolgreichen Musiker – allesamt international anerkannte Solisten – schon während ihres Studiums in Berlin zusammen. Im Zuge der intensiven Ensemblearbeit bei verschiedenen Kammermusikfesten im Herbst und Winter 2009 entstand schließlich das Mariani Klavierquartett. Besondere Beachtung in der Presse fand die erfrischende Interpretation des selten eingespielten Klavierquartetts op. 1 von Felix Mendelssohn-Bartholdy während des Hagnauer Musikfestes 2009: „Ein furioser Schluss für einen glänzenden Kammermusikabend“ (Schwäbische Zeitung, 03.11.2009).

Beim Deutschen Musikwettbewerb nahm das Quartett am Finale teil und ist Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs 2011. Damit sind sie in die 56. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler (Saison 2012/2013) aufgenommen. Seitdem folgten zahlreiche Konzertauftritte wie z. B. in Leipzig, Bonn oder den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Im Januar 2013 spielt das junge Quartett sein Debut-Konzert im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie.

 

Informationen zu den Mitgliedern des Mariani-Klavierquartetts:

 

Philipp Bohnen (Violine), 1983 in Kiel geboren, erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von fünf Jahren. 1991 wurde er Schüler von Vesselin Paraschkevov, der ihn drei Jahre später als Jungstudent an der Folkwang Hochschule Essen annahm. 1999 wechselte er an die Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin, wo er zunächst bei Stephan Picard, später bei Antje Weithaas studierte und 2006 sein Diplom ablegte. Anschließend begann er ein Aufbaustudium zum Konzertexamen und wurde Stipendiat der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker. Zusätzliche musikalische Anregungen holte er sich auf verschiedenen Meisterkursen, beispielsweise beim Internationalen Pablo Casals Festival und an der Musikakademie Tibor Varga in Sion, und bei Lehrern wie Viktor Libermann, Igor Ozim, Gidon Kremer und Tabea Zimmermann. Seit 1995 tritt Philipp Bohnen, ehemaliges Mitglied des Bundesjugendorchesters, regelmäßig als Kammermusiker und Solist auf. So spielte er beim Beethoven Festival in Venezuela und im Sommer 2005 bei den Festspielen Mecklenburg- Vorpommern. Er konzertierte mit Orchestern wie dem Niederrheinischen Kammerorchester, der Hamburger Camerata und dem Haydn Orchester Hamburg.

Seit Januar 2008 hat Philipp Bohnen eine feste Stelle bei den Berliner Philharmonikern.

 

Barbara Buntrock (Viola), geb. 1982, erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von 5 Jahren. Nach dem Wechsel zur Viola studierte sie bei Werner Dickel, Prof. Barbara Westphal und  Heidi Castleman und gegenwärtig noch an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin in der Soloklasse bei Lars Anders Tomter und Tabea Zimmermann-Sloane. Zudem besuchte Barbara zahlreiche Meisterkurse wie die Verbier Festival Academy oder die International Music Academy of Switzerland, bei denen sie mit Musikern wie  u. a. Seiji Ozawa, Nobuko Imai, Gabor Takacz-Nagy, Kim Kashkashian, Anner Bylsma oder Bruno Giuranna arbeiten konnte. Barbara Buntrock ist erste Preisträgerin des Int. Musikwettbewerbs Markneukirchen 2007, Preisträgerin des Felix Mendelssohn-Bartholdy Wettbewerbs 2008, des Deutschen Musikwettbewerbs 2006, des Int. Musikwettbewerbs der ARD München 2004 sowie des Concours de Genève 2005. 2008 wurde sie von ihrer Heimatstadt Wuppertal mit dem Von-der-Heydt Förderpreis ausgezeichnet für "...eine auffallende, stetige musikalische Entwicklung und Reifung einer jungen Künstlerpersönlichkeit: In vielen Konzerten - solistisch und als Kammermusikerin - überzeugen ihre hohe Musikalität und ihr ausdrucksstarkes, klangsinnliches Spiel."

 

Als Solistin trat Barbara Buntrock u. a. mit dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Sinfonieorchester Wuppertal, dem Kurpfälzischen Kammerorchester, dem Südwestdeutschen Kammerorchester und den Bochumer Symphonikern auf. Barbara Buntrock war Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Deutschen Stiftung Musikleben. Seit Februar 2009 ist sie als 1.Solo-Bratschistin Mitglied des Gewandhausorchesters Leipzig. Barbara spielt eine Viola erbaut von Antonio Mariani, Pesaro, ca. 1650.

 

Peter-Philipp Staemmler (Violoncello) wurde 1986 in Mühlhausen/Thür. geboren. Ersten Cellounterricht erhielt er im Alter von 6 Jahren. Zwischen 1996 und 2005 studierte Peter-Philipp Staemmler als Jungstudent bei Prof. Brunhard Böhme an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. 2005 nahm er das Violoncellostudium bei Prof. Troels Svane an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin auf und studiert zusätzlich seit 2006 Kammermusik an der Universität der Künste Berlin beim Artemis-Quartett. Wichtige künstlerische Impulse kamen durch Meisterkurse bei Natalia Gutman und Anner Bylsma hinzu. Peter-Philipp Staemmler erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei Wettbewerben, u. a. den 2. Preis beim Concours de Genève 2008 und den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2009 in der Kategorie Duo Violoncello/Klavier. Auch sein starkes Interesse an zeitgenössischer Musik wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, so ist er Preisträger des Hanns-Eisler-Preises für Interpretation zeitgenössischer Musik 2008 und des internationalen Cellowettbewerbs für Neue Musik Stuttgart 2007. 2008 wurde ihm zudem das Gerd Bucerius-Förderstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben zugesprochen. Konzertreisen führten Peter-Philipp Staemmler als Solist zu zahlreichen Orchestern in Deutschland, Polen, Tschechien und der Schweiz. In den Jahren 2006 bis 2008 war er Solo-Cellist im Gustav Mahler Jugendorchester und spielte dort unter Dirigenten wie Claudio Abbado und Sir Colin Davis. Als Preisträger des 16. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben spielt er seit 2008 ein Instrument von Jean-Baptiste Vuillaume (19.Jh.).

 

Gerhard Vielhaber  (Klavier) wurde 1982 in Attendorn geboren. Bereits 1994 nahm Karl-Heinz Kämmerling den erst Zwölfjährigen als Privatschüler auf. Bei ihm legte Gerhard Vielhaber 2006 an der HMT Hannover sein Diplom ab und studiert momentan in der Soloklasse an der UdK Berlin bei Jacques Rouvier. Neben zahlreichen großen Erfolgen beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ wurde ihm 1997 beim Internationalen Rundfunk-Wettbewerb „Concertino Praga“ ein 1. Preis verliehen. Es folgten weitere Wettbewerbserfolge und Auszeichnungen, so z. B. der Kulturpreis des Kreises Olpe im Jahr 2002 und der Förderpreis Musik der GWK 2003. Als Finalist des Deutschen Musikwettbewerbs 2005 in Berlin wurde er in die Künstlerliste des Deutschen Musikrats aufgenommen. Sowohl solistisch als auch kammermusikalisch ist Gerhard Vielhaber bei bedeutenden Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rheingau-Festival zu hören. Außerdem führte ihn seine Konzerttätigkeit u. a. in die Laeiszhalle nach Hamburg, in die Wigmore Hall, nach Nord- und Südamerika, Nordafrika und Japan.

 

Als Solist konzertierte er unter anderem mit dem Sinfonieorchester des RSB, dem venezolanischen Nationaljugendorchester und dem Rundfunksinfonieorchester Warschau.

 

Gerhard Vielhaber ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und wurde lange Zeit von der Jürgen-Ponto-Stiftung sowie der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert.